2021-07-10 Bronzemedaille für die weibl. U16 bei der LM

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Glücklich, aber kaputt und mit einer Bronzemedaille um den Hals kehrt die weibliche U16 von der Landesmeisterschaft am 10.7. aus Ahlhorn zurück. Mit nur 5 Spielerinnen und somit ohne Wechselmöglichkeit reiste der TSV Bardowick als Nachrücker und mit geringen Erwartungen an, da man mit dem Ahlhorner SV, dem TV Jahn Schneverdingen zwei bekannte sehr starke Gegner und mit Bothfeld ein für den TSV unbeschriebenes Blatt in der Vorrunde auf dem Programm hatte. Gestecktes Ziel war es, sich nach und nach an die bestmögliche zu erbringende Leistung ranzutasten und sich dann vielleicht mit dem ein oder anderen gewonnenen Satz zu belohnen. Erschwerend zu der generell fehlenden Spielpraxis durch die Coronapandemie kam, dass mit Sarah Lippek (Knieverletzung), eine Spielerin ausfiel, die bereits

bei der Bezirksmeisterschaft gezeigt hat, welch wichtige Rolle sie innerhalb des Teams spielt. Dadurch kam es zu einigen Änderungen in der Mannschaft - mit Anna-Lena Ostheimer rückte, eine der jüngsten Spielerinnen in die Abwehr und mit Nele Geueke, die bis dato etwa 1 Jahr lang kein Spiel mehr bestritten hatte, rückte eine neue Angreiferin in den Kader.

Ein verpasster Start ist wohl die beste Beschreibung für den ersten Satz im ersten Spiel gegen den TV Jahn Schneverdingen, viel zu verhalten, konnten die Spielerinnen nicht zu ihrer Stärke finden und ließen sich das Spiel der „Heidschnucken“ aufzwingen, sodass der TSV den ersten Satz mit 8:11 abgeben musste.  In der Vorrunde der Meisterschaft wird auf 2 Spielsätze gespielt, sodass auch ein unentschieden als Ergebnis zu Stande kommen und jeder gewonnene Satz sowie Punkt am Ende ausschlaggebend sein kann. So war die Ansage der Trainer: Findet in euer Spiel, drückt euren Stempel drauf und schaut nicht nur zu was der Gegner macht.

Gesagt, getan: Alle Spielerinnen agierten fokussiert und sicher, Angaben durch Nele Geueke führten teilweise zu direkten Punkten, Sandra Roschke agierte im Angriff sehr variabel, was sehr bemerkenswert ist, da der TSV mit ihr eine Spielerin in den Angriffsreihen hat, die sich eigentlich wohler in der Defensive fühlt und von Spiel zu Spiel immer selbstsicherer wurde. Kampfgeist, tolle Abwehr- und Rettungsaktionen durch Anna-Lena Ostheimer, Lea Schmalenberg und Mali Blanquett führten zu einem ersten Ausrufezeichen und einem deutlichen Satzgewinn (11:3).

Mit dem Aufwind dieses überragenden Satzes sollte es in das zweite Gruppenspiel gehen, doch es kam anders als erwartet. Der eigene hohe Anspruch einer Spielerin und Unzufriedenheit mit sich selbst führte dazu, dass in diesem Spiel nur noch 4 Spielerinnen zur Verfügung standen. Die Erwartungshaltung wurde zwar erneut weiter heruntergeschraubt, dennoch wurde die Situation mehr oder weniger mit Humor genommen und die 4 übrig gebliebenen Spielerinnen wuchsen über sich hinaus und konnten durch eine starke Leistung auf allen Positionen einen ungefährdeten 2:0 Sieg nach Hause bringen (11:3, 11:8).

Im letzten Gruppenspiel gegen die sehr stark einzuschätzende Mannschaft aus Ahlhorn gelang es Betreuer Thoralf Stenzel, die verloren gegangene Spielerin zurück ins Team zu holen. Einmal mehr zeichnete sich in dieser Situation ab, dass das Wegschieben persönlicher Befindlichkeiten und der Fokus auf das Team, der Schlüssel zum Erfolg sind. Die Domstädterinnen haben das Topspiel des Tages abgeliefert und haben das gegnerische Team insbesondere durch clever geschlagene Angaben und Rückschläge immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt. Nichts desto trotz ist in diesem Spiel der Kampfgeist auf allen Positionen und vor allem die Defensivleistung von Anna-Lena Ostheimer, die mit spektakulären Abwehr- und Rettungsaktionen glänzte, hervorzuheben, sodass ein glatter 2:0 Erfolg mehr als verdient erzielt wurde und zum Gruppensieg führte.

Die Euphorie des Gruppensiegs sollte nun mit in das Halbfinale gegen den TV Huntlosen (Gruppenzweiter der anderen Gruppe) mitgenommen werden. Es stand den Spielerinnen leider nur eine kurze Pause zur Verfügung, was bei den relativ hohen Temperaturen zu einer enormen Belastungsprobe werden würde, denn Wechseloptionen gab es bekanntlich nicht. Ein hart umkämpfter erster Satz, mit ständigem Führungswechsel ging knapp an das gegnerische Team (10:12). Zwar nahm man sich im zweiten Satz vor,  die Eigenfehler wegzulassen und vor allem die Angst vor dem Gewinnen abzuschütteln, dieses gelang allerdings insbesondere in der Offensivreihe nicht, sodass der zweite Satz eine klare Sache war und in 0:2 Sätzen verloren ging.

Nun sollte dennoch der Bann des ewigen 4. Platzes gebrochen werden und endlich ein Platz auf dem Treppchen her. Im Spiel um Platz 3 ging es erneut gegen den Bezirksrivalen TV Jahn Schneverdingen, gegen den in der Vorrunde lediglich ein Unentschieden gelang. Durch die Mobilisierung der letzten Kraftreserven, einer enormen Willenskraft und großartigem Kampfgeist aller Spielerinnen kam es zu einem spannenden Schlagabtausch, sodass der Satz erst in der Verlängerung für den TSV entschieden werden konnte (13:11). Auch wenn der erste Satz Kraft kostete konnte Zuspielerin Mali Blanquett die beiden Angreiferinnen Sandra Roschke und Nele Geueke, durch zuvor perfekt abgewehrte Bälle von Lea Schmalenberg und Anna-Lena Ostheimer, immer wieder in eine gute Ausganglage bringen. Beide Angreiferinnen agierten überlegt mit individuellen Lösungen und sorgten mit einem 11:8 für einen mehr als verdienten Sieg im kleinen Finale und dem Gewinn der Bronzemedaille.

Für den TSV spielten: Sandra Roschke, Nele Geueke, Mali Blanquett, Anna-Lena Ostheimer und Lea Schmalenberg, Trainerin: Michaela Grzywatz Betreuer: Thoralf Stenzel

Gelesen 329 mal Letzte Änderung am Sonntag, 26 September 2021 12:19


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