2017-01-29 BL-Frauen holen sensationelle 4 Punkte

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… und klettern auf Platz 6 - ganz starke Vorstellung in eigener Halle.


Mit dem Rücken zur Wand standen die Frauen des TSV Bardowick vor dem Bundesliga-Spieltag am Sonntag in eigener Halle. Vier Punkte Abstand gegenüber dem TV Brettorf und der SG Stern Kaulsdorf waren aufzuholen, um den Abstiegsplatz 8 zu verlassen. Trainer Falk Fedders hatte viel darüber gegrübelt mit welcher Fünf er starten würde. Aber schon am frühen Morgen meldete sich die für die Abwehr eingeplante Franzi Heinemann krankheitsbedingt ab. Mit Kathi Kropp, Kim Reukauf und Janina von der Lieth in der Hintermannschaft und im Zuspiel sowie mit Michaela Grzywatz und Kathrin Wolter im Angriff sollte der erste Sieg gegen die SG Stern Kaulsdorf eingefahren werden. Die Berlinerinnen aber gingen gleich mit 3:0 in Führung. Die

TSV- Frauen aber fingen sich schnell, glichen beim 4:4 aus und erspielten sich mit 6:5 und 10:7 einen Vorsprung, der mit dem 11:8 zum Satzgewinn abgeschlossen wurde. Im 2.Satz hatte Kaulsdorf bis zum 8:6 die Nase vorn, dann aber dominierte nur noch ein Team. Mit fünf Punkten in Folge sicherten sich die unermüdlich kämpfenden Domstädterinnen auch den 2.Satz (11:8). Nun aber drehte Kaulsdorfs Aniko Müller richtig auf und sicherte ihrer Mannschaft mit gekonnten Rückschlägen das 11:7. Bardowicks Angreiferinnen Michaela Grzywatz und Kathrin Wolter war es nicht gelungen ,mit gezieltem Anspielen die Weltmeisterin zu neutralisieren. Auch der 4. Satz war wieder ein „Krimi.“ Bis zum 8:8 ständiger Führungswechsel, dann drei Punkte, die zum 11:8 für Bardowick führten.

Mit diesem 3:1-Sieg konnte Bardowick wieder etwas beruhigter in die zweite Partie gegen den TV Jahn Schneverdingen, der mit seiner sehr jungen Mannschaft um Weltmeisterin Theresa Schröder bisher eine klasse Bundesligasaison spielt. Falk Fedders hatte die Abwehr und das Zuspiel umgestellt, was sich später als Volltreffer herausstellen sollte. Für Kathi Kropp und Kim Reukauf kamen Mira Humpert und Julia von der Lieth und im Zuspiel nun die Ex-Schneverdingerin Janina von der Lieth. Hochmotiviert ging das Fedders-Team in den ersten Satz. Nach dem 5:1 und 9:3 schien schon der erste Durchgang entschieden. Aber Schneverdingen zog noch einmal alle Register, kam auf 9:10 heran bevor dem TSV noch ein glückliches 11:9 gelang. Der 2. Satz war dann eine klare Angelegenheit für Bardowick. Der 9:3-Vorsprung wurde sicher bis zum Satzende (11:5) gehalten. Äußerst knapp dann auch der Verlauf des dritten Satzes. Am Ende hieß es dann aber auch verdient 11:9 für den TV Jahn, weil Bardowicks Angreiferinnen ein wenig die Luft ausgegangen war. Eigentlich rechneten die meisten der ca. 150 Zuschauer jetzt mit einer Schneverdinger Aufholjagd. Aber die TSV-Fünf wollte sich nicht geschlagen geben und demonstrierte wie Abstiegskampf geht. Wie schon in den Sätzen zuvor kratzten alle fünf Spielerinnen schier unerreichbare Bälle vom Boden, sodass auch lange Ballwechsel entstanden. Mit 3:0 ging Bardowick schnell in Front, dann erstmals 5:4-Führung für Schneverdingen. Über 7:5, 9:6 und 10:9 stand Bardowick kurz vor dem Matchgewinn. Jetzt war Spannung pur angesagt. Es ging noch einmal hin und her. Aber dann Riesenjubel im TSV-Lager. Kathrin Wolter setzt die gegnerische Abwehr mit einem lang geschlagenen Ball so unter Druck, dass dieser nicht mehr zurückgespielt werden kann. 11:9 endet Satz 4. Der TSV Bardowick gewinnt sein zweites Heimspiel mit 3:1. Bemerkenswert: Nach über 30 Jahren gewinnt eine Bardowicker Frauenmannschaft wieder einmal eine Bundesligapartie gegen den TV Jahn Schneverdingen.


Bardowick ist nun mit 8:16 Punkten und 20:28 Sätzen auf den Nichtabstiegsplatz 6 geklettert, punktgleich mit der SG Stern Kaulsdorf 19:28 Sätze und TV Brettorf 19:29 Sätze. Am kommenden Sonntag spielt Bardowick gegen Brettorf und Gastgeber Selsingen.


Das Bundesliga-Team bedankt sich bei Anneke, die als Schiedsrichterin agierte und auch bei Nele und Lea, die sich für den Schreibdienst und das Bedienen der Anzeigetafel zur Verfügung gestellt hatten. Auch allen Helfern und Helferinnen in der Kantine sagen wir danke.


TSV: Kim Reukauf, Michaela Grzywatz, Kathrin Wolter, Julia von der Lieth, Mira Humpert, Katharina Kropp und Janina von der Lieth.

Gelesen 2187 mal Letzte Änderung am Montag, 30 Januar 2017 20:55


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