2013-04-21 Berlin, nun von allen anderen

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50 Paar Schuhe im Flur, das ist Berlin. Erste Sonnenbrände im Jahr, das ist Berlin. Schillerpark im Faustballgewand, das ist Berlin. Größtes Faustballturnier der Welt, das lieben wir in Berlin. Die Bardowicker lieben das Wochenende im April und die Zeit in unserer Hauptstadt, in der wir den Wedding-Cup der Berliner Turnerschaft besuchen, die wieder ein großes Faustballevent für über 200 Faustballmannschaften ausrichteten.

 Und nicht nur aus Deutschland, auch aus den Nachbarländern wie Österreich oder Tschechien reisten viele Teams an. Auch der TSV Bardowick traf auf die vielen Mannschaften des FaC Zdechovice, die starke Leistungen in Berlin zeigten.

Und wenige Tage vor dem Turnier war noch gar nicht klar, ob der Wedding-Cup in diesem Jahr stattfinden kann. Denn der lange Winter hat die dicke Schneedecke auf der Schillerwiese sehr lange liegen lassen. Doch gerade noch rechtzeitig schmolz die weiße Pracht und legte einen gut konservierten Rasen trocken, der in diesem Jahr gut bespielbar war. Am Samstag starten unsere Männer und die Jugend U12 und männliche U18, am Sonntag folgten wieder die Männerteams und die weibliche U16/18, männliche U14 sowie die U10. Alle schlugen sich tapfer und machten die ersten Gehversuche in der Feldsaison wie alle Teams, doch keine Erfolgsamplitude schlug für Bardowick derart nach oben, dass es in diesem Jahr für einen Turniersieg reichte. Am erfolgreichsten war das Männerteam in der Verbandsliga, das es bis ins Finale am Sonntag schaffte, sich dort aber dem TSV Gnutz knapp geschlagen geben musste. Allen Mannschaften aber ein großes Kompliment für die tollen Leistungen am ersten Faustballwochenende in der Feldsaison.

Auch kulturell ging es wieder ins Eingemachte. In die Schaltzentrale der deutschen Politik. Wir meldeten uns zu einer Besichtigung der Reichstagskuppel am Samstagabend an. Und fast 50 Bardowicker kamen mit durch die zahlreichen Sicherheitsschleusen und auf den Schneckenaufgang des gläsernen Sahnehäubchens auf dem Dach des Reichstags, aus dem wir in die nächtliche Lichterwelt Berlins schauten und uns gleichzeitig die Welt da draußen und die Geheimnisse des Bundestages von einem Audioguide erklären ließen. Die Jüngsten bekamen alles in der "Bernd das Brot"-Variante ins Ohr geflüstert während sie auf die blauen Stühle unserer Abgeordneten hinabblickten.

Und im Anschluss durfte natürlich ein Gang zum Brandenburger Tor nicht fehlen, durch das man nicht einfach so geht, sondern ehrfürchtig hindurchschreitet mit Blick auf das Adlon und den Fernsehturm. Unter den Augen der Quadriga schlenderten wir zu später Stunde über die Allee "Unter den Linden" bis zur berühmten Friedrichstraße, in deren Bahnhof wir wieder in die U-Bahn Richtung Alt Tegel stiegen und uns auf die Fahrt nach Wedding machten. Denn der Cup ging ja weiter. 

   

Gelesen 4507 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 26 Juni 2013 18:05


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