2012-08-26 Drei DM-Tickets an einem Wochenende

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So erfolgreich an nur einem Wochenende waren die Bardowicker Faustballer schon lange nicht mehr. Bei den Norddeutschen Meisterschaften der weiblichen U14, der Frauen 30 sowie der Männer 35 räumten die drei TSV-Mannschaften gleich dreimal Edelmetall ab.
Bereits am Samstag standen die TSV-Frauen als Norddeutscher Meister fest. Die Mannschaft, die in diesem Jahr erstmals als Frauen 30 antrat holte bislang alle Titel, blieb bislang ungeschlagen. Die Spielerinnen um Spielführerin Nicole Roschke stammen aus der ehemaligen Bundesligamannschaft, die jahrelang in der höchsten Spielklasse spielte und sich jetzt neu für die Seniorenklasse formiert hat. 

Auch Britta Wolgast hat jahrelange Bundesligaerfahrung, allerdings ging sie ehemals für den TVJ Schneverdingen an den Start. Seit mittlerweilen zwei Jahren im Jugendtraining in Bardowick aktiv, streifte sie nun erstmals das TSV-Trikot über und machte in der Abwehr wie in alten Zeiten eine gute Figur. Das Team bezwang den TuS Empelde und den TV Wanheimort in zwei Sätzen und stand somit bereits als DM-Teilnehmer fest. Im letzten Durchgang im Spiel um Gold wurde es am Ende kritisch, nach einem verloren ersten Satz, rettete man sich knapp mit 15:13 zum Satzausgleich. Auch im Entscheidungssatz blieb das Spiel lange offen, erst in der Verlängerung konnte Bardowick bei 13:11 jubeln. Die TSV-Frauen fahren nun zur Deutschen Meisterschaft am 15./16.September nach Ahlhorn. 
Für Bardowick spielten: Nicole Lübberstedt, Nicole Roschke, Nadine Schmalenberg, Yvonne Werner, Britta Wolgast und Kathrin Wolter. Betreuer Gero Kennig.

Die Männer 35 aus Bardowick konnten am Samstag zwei knappe Siege gegen den MTV Oldendorf und den westfälischen TuS Dahlbruch erringen. Mit dem TSV Hagen trat einmal mehr eine der erfolgreichsten ehemaligen Bundesligatruppen an, gegen die nicht nur der TSV Bardowick große Probleme hatte. Hagen demonstrierte hervorragenden Faustballsport und gewann am Ende verdient die Goldmedaille. Bardowick schaffte aber Platz zwei in der Vorrundengruppe und traf am Sonntag zunächst auf den TuS Empelde. Die Domstädter kamen gut ins Spiel, behielten die Zügel im Griff und konnten die verletzungsbedingt angeschlagenen Empelder über weite Strecken in Schach halten. Ein Zweisatzsieg (11:8, 11:7) brachte den TSV ins Halbfinale. Dort kam es zu einer Revanche gegen SV Moslesfehn, der bereits Endspielgegner bei der Landesmeisterschaft war. Nach einem schwachen Start im ersten Satz (5:11), legten die Bardowicker im zweiten Durchgang deutlich nach und glichen mit 11:7 aus. Im Entscheidungssatz war die Luft aber schnell raus, der SVM am Ende zu übermächtig, der 11:3 gewann. Bardowick somit im Spiel um Platz drei. Hier entwickelte sich eine spannende Partie gegen TKD Duisburg. Duisburgs Schlagmann punktete immer wieder durch die Bardowicker Mitte. Doch auch TSV-Angrifer Michael Lehmann war gut in Form und konnte immer wieder mit der Angabe oder nach gutem Bardowicker Spielaufbau verwandeln. Nach einem 11:9, 6:11 und 11:9 kannte der Jubel keine Grenzen, denn neben den Frauen ist es das erste mal in der Vereinsgeschichte, dass der TSV bei einer Deutschen Meisterschaft der Altersklasse antritt.
Für Bardowick spielten: Merten Anderfuhr, Peter, Gornig, Michael Lehmann, Birk Lübberstedt, Heiko Roschke, Bernd Schamlott, Malte Seemann, Sven Werner. Betreuer Jörg Gornig.    

Auf dem Nachbarfeld traten anschließend die TSV-Mädchen der U14 im Finale gegen den TSV Essel an. Nach zwei Siegen und einer knappen Niederlage gegen Ahlhorner SV in der Vorrunde, stand der TSV als Gruppensieger fest und kam direkt ins Halbfinale am Sonntag. Dort wartete erneut der Ahlhorner SV,  gegen die die motivierten und konzentrierten TSV-Mädels die Revanche nutzen und denkbar knapp mit 15:14, 11:13 und 11:9 gewannen. Im Finale also eine Neuauflage von Meisterschaftsendspiel auf Landesebene stand der TSV Essel. Bardowicks Schlagfrau Janina Jirjahlke setzte die vorgebene Taktik konsequent um und nahm immer wieder die Angreiferin aus Essel aus dem Spiel. Dadurch kamen die Domstädterinnen weniger unter Druck und konnten die Bälle gut aufnehmen und vorspielen. Jirjahlke versenkte dann zur richtigen Zeit immer wieder und Bardowick wurde mit einem 11:8 und 11:4 und schlussendlich mit der Goldmedaille belohnt. Zum dritten Mal jubelte der Bardowicker Anhang und freut sich auf die Deutsche Meisterschaft Mitte September in Großenaspe (Schleswig-Holstein).
Für Bardowick spielte: Jenny Häbry, Janina Jirjahlke, Lena Möller, Daniela Schmitz, Sarah Schneider, Lea Schulze, Nele Stelter. Trainer Till Oldenbostel, Betreuer Johannes Häbry, Ulrike Schiefelbein     

Gelesen 8954 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 26 Juni 2013 21:43


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